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Stoppen und Weitergehen am Bordstein trainieren
Ein klares Bordsteinritual hilft deinem Hund, vor der Straße zu warten und erst nach deiner Freigabe weiterzugehen.

Am Bordstein geht es um Sicherheit, nicht um eine perfekte Sitzposition. Dein Hund soll deine Temporeduktion wahrnehmen, vor der Fahrbahn bleiben und erst gemeinsam mit dir weitergehen.
Schritt 1: Ohne Verkehr beginnen
Nutze zunächst eine Bordsteinkante auf einem Parkplatz oder eine markierte Linie an einem ruhigen Ort. Gehe langsam darauf zu, atme aus und bleibe einen Schritt davor stehen. Bleibt dein Hund ebenfalls auf der sicheren Seite, belohne direkt dort.
Ein Sitz kann hilfreich sein, ist aber nicht zwingend. Wichtig ist die Grenze.
Schritt 2: Ein Stoppsignal ergänzen
Wenn dein Hund auf deine Bewegung reagiert, sage kurz vor dem Anhalten ein Wort wie „Stopp“ oder „Warte“. Das Wort beschreibt, was ohnehin gleich passiert. Halte die Leine locker, statt den Hund an der Kante zurückzureißen.
Schritt 3: Die Freigabe aufbauen
Warte ein bis drei Sekunden. Prüfe sichtbar beide Richtungen und gib dann ein klares Freigabewort wie „Weiter“. Geht gemeinsam los und belohne auf der anderen Seite.
Trainiere Stoppen und Freigabe als zusammengehörige Kette.

Schritt 4: Dauer und Position variieren
Wechsle zwischen einer und fünf Sekunden Wartezeit. Gehe mal rechts, mal links vom Hund. Übe an verschiedenen sicheren Kanten. Dein Hund soll nicht nur eine bestimmte Stelle auswendig lernen, sondern auf dein Anhalten achten.
Schritt 5: Echten Straßenverkehr dosieren
Beginne an sehr ruhigen Straßen mit guter Übersicht. Halte mehr Abstand zur Kante, als du später brauchst. Erst wenn der Ablauf stabil ist, trainierst du an Orten mit einzelnen vorbeifahrenden Autos. Sicherheit geht immer vor Trainingserfolg.
Bei viel Verkehr, schlechter Sicht oder einem aufgeregten Hund suchst du eine ruhigere Querungsstelle.
Typische Fehler
- bis direkt an die Fahrbahn laufen und erst dort bremsen
- den Hund über die Leine zurückhalten
- Freigabewort und Losgehen nicht eindeutig verbinden
- zu schnell an stark befahrenen Straßen üben
- nur an derselben Bordsteinkante trainieren
Prüfungsreif?
Dein Hund stoppt an mehreren ruhigen Straßen mit dir vor der Kante, wartet kurz und geht erst nach deiner Freigabe weiter. Du schaust selbstständig nach Verkehr und wählst eine sichere Stelle. Die Leine bleibt kontrolliert, ohne dauerhaft unter Spannung zu stehen.
In der Prüfung darfst du deutlich und lieber etwas früher anhalten. Verkehrssicherheit ist wichtiger als flüssiges Durchlaufen.