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Lockere Leine trotz Richtungswechsel trainieren

So lernt dein Hund, deinen Richtungswechsel wahrzunehmen und dir an lockerer Leine zu folgen – Schritt für Schritt bis zur Praxisprüfung.

So lernt dein Hund, deinen Richtungswechsel wahrzunehmen und dir an lockerer Leine zu folgen – Schritt für Schritt bis zur Praxisprüfung.

In der Praxisprüfung soll dein Hund nicht dauerhaft an deinem Knie kleben. Entscheidend ist, dass er deine Bewegung wahrnimmt, sich an dir orientiert und die Leine auch beim Abbiegen oder Umdrehen locker bleibt.

Das brauchst du

  • gut sitzendes Brustgeschirr oder breites Halsband
  • zwei bis drei Meter lange Führleine
  • kleine, weiche Belohnungen
  • einen ruhigen Weg mit Platz zum Wenden

Trainiere anfangs höchstens fünf bis sieben Minuten. Eine lockere Leine ist anstrengende Konzentrationsarbeit.

Schritt 1: Orientierung im Stand

Stell dich mit deinem Hund an einen reizarmen Ort. Warte, ohne an der Leine zu ziehen. Sobald dein Hund zu dir schaut, markiere den Moment mit einem ruhigen Lobwort und belohne an der Seite, an der er laufen soll.

Wiederhole das fünfmal. Ziel ist nicht ein langes Anschauen, sondern die freiwillige Frage: „Wo bist du?“

Schritt 2: Wenige gemeinsame Schritte

Gehe drei bis fünf Schritte geradeaus. Bleibt die Leine locker, bestätigst du deinen Hund neben deinem Bein. Wird sie straff, bleib ruhig stehen. Warte auf eine Gewichtsverlagerung oder einen Blick zu dir und starte dann neu.

Vermeide Leinenrucke. Sie erklären dem Hund nicht, welche Position sich lohnt, und können die Situation unnötig aufladen.

Schritt 3: Den Richtungswechsel ankündigen

Kündige den Wechsel mit einem immer gleichen Wort wie „Hier lang“ an. Drehe deinen Oberkörper, gehe einen weichen Bogen und nimm deinen Hund mit deiner Bewegung mit. Die Leine bleibt in einer sichtbaren J-Form.

Belohne direkt nach dem Mitdrehen. So lernt dein Hund: Auf die Bewegung des Menschen zu achten lohnt sich.

Die Halterin belohnt ihren braun-weißen Hund nach einem gelungenen Richtungswechsel an lockerer türkisfarbener Leine

Schritt 4: Ein kleines Muster laufen

Laufe eine einfache Acht oder ein Quadrat. Baue nach jeweils fünf bis zehn Schritten einen Richtungswechsel ein. Wechsle zwischen:

  1. Rechts- und Linkskurven
  2. einem ruhigen Umdrehen
  3. Anhalten und erneutem Losgehen

Belohne nicht jeden Wechsel, aber weiterhin häufig genug, dass dein Hund aufmerksam bleibt.

Schritt 5: Ablenkung dosiert ergänzen

Wechsle erst an einen belebteren Ort, wenn acht von zehn Wendungen am ruhigen Ort mit lockerer Leine gelingen. Beginne dort mit großem Abstand zu Menschen, Hunden oder Verkehr. Wird die Leine mehrfach straff, war die Stufe zu schwer: Schaffe Abstand und vereinfache die Aufgabe.

Wenn es hakt

ProblemNächster sinnvoller Schritt
Dein Hund schießt nach vornKürzere Sequenzen, häufiger belohnen, ruhigerer Ort
Er bleibt beim Umdrehen stehenGrößeren Bogen laufen und früher ankündigen
Die Leine spannt sich im WechselTempo reduzieren und nicht mit der Hand ziehen
Er nimmt kein FutterMehr Abstand zum Reiz oder Training beenden

Prüfungsreif?

Dein Team ist gut vorbereitet, wenn du auf zwei verschiedenen Wegen rechts, links und zurück wechseln kannst, ohne den Hund über die Leine zu lenken. Einzelne Korrekturen sind normal. Wichtig ist, dass du ruhig reagierst, die Leine wieder locker wird und dein Hund ansprechbar bleibt.

Plane am Prüfungstag lieber etwas mehr Abstand ein, statt eine enge Situation „durchziehen“ zu wollen. Vorausschauendes Handeln zählt.

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