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Sicheren Rückruf an der Schleppleine trainieren

Vom ersten Umorientieren bis zum zuverlässigen Ankommen: So baust du den Rückruf sicher, freundlich und prüfungsnah auf.

Vom ersten Umorientieren bis zum zuverlässigen Ankommen: So baust du den Rückruf sicher, freundlich und prüfungsnah auf.

Ein guter Rückruf beginnt nicht mit maximaler Ablenkung. Dein Hund soll zuerst verstehen, dass Umdrehen, Ankommen und bei dir bleiben eine verlässliche Erfolgskette bilden. Die Schleppleine sichert das Training ab, ohne den Hund heranzuziehen.

Sicher vorbereiten

  • Schleppleine nur an einem gut sitzenden Brustgeschirr befestigen
  • Handschuhe und feste Schuhe verwenden
  • Leine nicht um Hand, Finger oder Körper wickeln
  • freie Fläche ohne Straßen, Fahrräder oder dichten Bewuchs wählen
  • besonders hochwertige Belohnung bereithalten

Schritt 1: Rückrufwort aufladen

Sprich dein Rückrufsignal einmal aus, wenn dein Hund ohnehin nah bei dir ist. Belohne sofort mit mehreren kleinen Futterstücken nacheinander. Danach darf dein Hund wieder schnüffeln.

Fünf Wiederholungen reichen. Das Signal soll etwas Besonderes ankündigen und nicht zum Hintergrundgeräusch werden.

Schritt 2: Umorientierung aus kurzer Distanz

Lass deinen Hund an zwei bis drei Metern lockerer Schleppleine eine leichte Ablenkung untersuchen. Rufe einmal freundlich und bewege dich ein paar Schritte rückwärts. Dreht er den Kopf zu dir, bestätige sofort. Kommt er an, folgt die große Belohnung.

Reagiert er nicht, wiederhole das Signal nicht. Verkürze die Distanz oder warte auf einen leichteren Moment.

Schritt 3: Ankommen und Bleiben

Füttere tief und nah an deinem Körper. Berühre kurz Geschirr oder Halsband, bevor du wieder freigibst. So vermeidest du, dass dein Hund nur ein Leckerli abholt und sofort wieder startet.

Der braun-weiße Hund läuft an der Schleppleine aufmerksam zu seiner hockenden Halterin

Schritt 4: Distanz langsam erhöhen

Verlängere zuerst die Entfernung, nicht gleichzeitig die Ablenkung. Eine gute Reihenfolge:

  1. drei Meter auf ruhiger Wiese
  2. fünf Meter auf derselben Wiese
  3. wechselnde Richtung und Position der Halterin
  4. leichte Ablenkung in großer Entfernung
  5. neue, aber übersichtliche Trainingsorte

Steigere nur, wenn mindestens acht von zehn Rückrufen direkt beantwortet werden.

Schritt 5: Überraschend, aber fair rufen

Rufe deinen Hund gelegentlich, belohne ihn und gib ihn wieder frei. Wenn jeder Rückruf das Ende des Spaziergangs bedeutet, wird Ankommen unattraktiv. Trainiere außerdem, die Schleppleine ruhig aufzunehmen und kontrolliert weiterzugehen.

Typische Fehler

  • Das Signal mehrfach hintereinander sagen
  • erst rufen, wenn der Hund schon völlig im Reiz steckt
  • die Schleppleine ruckartig stoppen oder den Hund heranziehen
  • nach dem Ankommen sofort greifen und festhalten
  • zu selten wieder freigeben

Prüfungsreif?

Übe an mindestens drei Orten. Dein Hund sollte sich aus leichter bis mittlerer Ablenkung zügig umdrehen, bis zu dir kommen und das Sichern am Geschirr ruhig zulassen. Noch wichtiger: Du erkennst Situationen, in denen ein Rückruf zu schwer wäre, und schaffst vorher Abstand.

In der Prüfung zählt kein spektakuläres Tempo. Ein kontrolliertes Ankommen und dein verantwortungsvoller Umgang mit der Situation sind entscheidend.

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